Ausnahmezustand nach dem Tod zweier Warenträger - Sie wurden von Revolutionswächtern erschossen.

Sardasht, 30.07.2016 (alarabiya.net) — Während der Trauerfeier für zwei Brüder, die von Revolutionswächtern erschossen wurden, kam es zu Unruhen in ihrem Dorf in der Nähe der Stadt Sardasht. Augenzeugen berichten, dass diese zwei Brüder mit sechs Kugeln in Brust und Kopf von staatlichen Streitkräften getötet wurden. Einer der Schützen wurde namentlich identifiziert.

Laut Newroz.tv wurden innerhalb von fünf Monaten 53 Warenträger von Revolutionswächtern der Islamischen Republik Iran erschossen (Warenträger sind sunnitische iranische Kurden, die große Mengen von Waren, günstiger zu Fuß, vom Iran in den benachbarten Irak tragen und verkaufen und Waren die im Nachbarland günstiger sind, in den Iran importieren) In den verarmten Grenzgebieten der Islamischen Republik Iran ist persönlicher Import und Export von Waren einer der wenigen Verdienstmöglichkeiten der Bevölkerung.

4.10.16 10:27

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(4.10.16 10:47)
Hallo,

ich habe da mal Fragen zu deinem Bericht:

Ist das Warentragen erlaubt?
Oder ist mit Warentragen etwa Schmuggeln gemeint?
Ist es den Revolutionswächtern Gesetzlich erlaubt auf Schmuggler zu schießen, oder hanelt es sich um Willkür?

Schöne Grüße


(6.10.16 23:03)
Die iranische Eigenprodukte verschwinden sukzessive im Iran. Die meisten Importe sind nicht verzollt, besonders die von Revolutionswächter importierte Luxuswaren solten endlich verzolt werden. Jede/r Reisende/r darf eine Gewisse Menge Waren mit bringen, was es auch bei Mekka-Pilgerreisen gibt. Die Revolutionswächter erschißen auch Pferde von Warenträgern. Ich könnte mir nicht vorstellen, dass sie auf nicht bewafneten Warentraegern sogar Warnschuße abfeuern dürfen.

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