Amnesty findet die Gefängnisse der Islamischen Republik Iran menschenunwürdig

Karadj, 21.08.2017 (Hrna news) (www.amnesty.org/en)—Eine Gruppe politisch Gefangener haben in einem Gefängnis der Stadt Karadj wegen brutaler und entwürdigender Behandlungen der Sicherheits-organe einen Hungerstreik angefangen. Amnesty International hat sich in einem Schreiben an die Öffentlichkeit gewandt:

Am 28. Juli wurden ca. 53 politische Gefangene mit Gewalt in einen neuen Trakt verlegt, der noch inhumaner als der bisherige ist. Die Fenster sind mit Blechen zu geschweißt, so dass es kaum Luftzirkulation gibt, dafür aber hohe Luftfeuchtigkeit. Die schlechte Luft und der Gestank gefährdet besonders die jene, die chronische Krankheiten hatten. Ärgerlich sind auch die zahlreichen Überwachungskameras und Abhörgeräte in ganzen Trakt, sogar in WCs und Duschräumen. Es ist praktisch kein Raum von der Überwachung ausgenommen.

Die plötzliche Zunahme der Repressalien, Anruf- und Besuchs-Verbot sollte Berichte über ständige Menschenrechtsverletzungen in der Öffentlichkeit verhindern.

Nicht nur ihre Medikamente, Kleider, Bücher, Briefe, persönliche Bilder, Tagebücher, sondern auch die Habseligkeiten, die sie auf eigene Kosten gekauft hatten, durften sie nicht mitbringen. Unentbehrlich sind in iranischen Gefängnissen eigene Wasserfilter, eigene Lebensmittel, Kochgeschirre, da die Wasser- und Lebensmittelqualität der Gefängnisse krankheitsfördernd sind. Viele dieser Gefangenen sind auch schon erkrankt und müssten laut Gefängnisärzten ins Krankenhäuser gebracht werden, was die Direktoren nicht erlaubt.

25.9.17 20:21

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