Gewerkschaftler, verhaftet, gefoltert, verarmt, erneut verhaftet, nun im Hungerstreik

Teheran, 24.08.2017(akhbarrooz.com/article.jsp?essayId=81730)-- Laut Stellungnahme der Busfahrer-Gewerkschaft hat der Gewerkschaftler Reza SHAHABI als Protest gegen sein ungerechtes Haft-Urteil einen Hungerstreik begonnen. Reza SHAHABI wurde zuerst 2010 aufgrund seiner Gewerkschaftsaktivitäten verhaftet. Während seiner gewaltsamen Verhaftung und im Zuge der brutalen Haftbedingungen wurden sein Oberkörper und seine Wirbelsäule stark verletzt. Die Rückenverletzungen führten zu zwei Operationen. Die vielen Proteste von Seiten des „Komitees für Freilassung von Reza SHAHABI“ gegen die Haft des inzwischen gebrechlichen Gewerkschaftlers führte zu einer vorübergehenden Freilassung aus dem Gefängnis (Genesungszweck), die mit einer hohen Kaution verbunden war.

Während der Erholung mussten er und seine Familie sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten und sich regelmäßig bei Behörden melden. Er hat dies befolgt und versprochen bekommen, dass er außer Haft bleiben darf, bis er erfuhr, dass damit seine Kaution gefährdet war. Da er die Kaution mühsam aufgestellt hatte und sie nicht verlieren wollte, kehrte er am 07.08.2017 kurz vor dem Offiziellen Entlassungstermin ins Gefängnis zurück. Dort wird ihm mitgeteilt, dass alle seine Beurlaubungspapiere in Ordnung sind und er ein freier Mann ist, wenn er am nächsten Tag die restlichen Formalitäten unterschreibt.

Als er am nächsten Tag beim Gefängnis erscheint, sagt man ihm, dass sein Genesungsurlaub nicht anerkannt wurde, er daher die restlichen 968 Tage im Gefängnis bleiben müsse. Nachdem Reza SHAHABI am 08.08.2017 in einen noch brutaleren Gefängnistrakt überstellt wird, beginnt er seinen Hungerstreik. Seitdem ist er geschwächt und sein Gesundheitszustand hat sich drastisch verschlimmert. Das Komitee für Freilassung von Reza SHAHABI hat seine Arbeit wiederaufgenommen und verurteilt aufs schärfste das Aufstocken seine Haftdauer, macht die Behörden für die Folgen seines Hungerstreikes verantwortlich und appelliert an alle ArbeiterInnen und Sozial-AktivistInnen die Stimme von Reza SHAHABI zu sein.

 

25.9.17 20:11

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