Statistiken über Frauenhaushalte in der Islamischen Republik Iran

Teheran, 10.02.2017(www.sedayemardom.net)-- Sousan BASTANI, die Vize Frauenbeauftragte des Staatspräsidenten, erklärte anhand offizieller Statistiken von 2001, die in acht von 30 iranischen Provinzen organisiert wurde, dass iranische Frauen zwischen 18 und 55 Jahren mit zusätzlichen Probleme als Alleinverdienerinnen gegenüber alleinerziehenden Männern betroffen sind. Laut diesen Statistiken leiden sie vor allem unter Ungleichbehandlung, fehlenden Jobangeboten und mangelnder sozialer Absicherung, darauffolgend Armut, fehlende Freiheiten und sozialer Abstieg.

In den Statistiken wurde veröffentlicht, dass im Iran 2,5 Millionen Frauen Familienerhalterinnen sind. Die Zahl der Alleinverdienerinnen wuchs in den letzten 15 Jahren um 72%, wobei 45% von ihnen keine staatliche Unterstützung erhalten. Frau BASTANI sagte, dass diese Frauen optimistischer als Männer in der gleichen Situation in die Zukunft schauen, trotzdem sind sie wirtschaftlich verletzbarer  als Männer. Nur 13% der Frauen in dieser Studie bezeichnen sich als unfähig, 78% meinten dagegen, dass Frauen auch Ministerposten innehaben könnten, nur 9 % bezeichnen sich als potenzielle kompetente Mangerinnen. 80% aller Befragten fanden sich nicht von Gefühlen beeinflusst zu sein.

Mohseni BANDPI, Vorsitzender der Gesundheitsamtes,  hatte vorher erklärt, dass 1,8 Millionen Alleinverdienerinnen (oder 71%) verwitwet sind, während 350.000 oder 13% aufgrund einer Invalidität der Ehemänner und der Rest aufgrund Scheidung bzw. anderer Faktoren Alleinverdienerinnen sind.

 

16.3.17 00:28, kommentieren

Erschöpfungstod der PflegerInnen im Iran

Ahvaz, 22.02.2017(www.sedayemardom.net)-- Vorsitzende der PflegerInnenvereinigung, Ali Mohammad ABADI, erklärte in einer Veranstaltung für PflegerInnen, dass im vorigen Jahr 10 iranische PflegerInnen unter dem so genannten Karoshi Syndrom (jap. Tod durch Überarbeiten) gestorben sind. ABADI zählte als Gründe dafür die Nachtarbeit, fehlende Infrastrukturen in Spitälern und den großen Einkommensunterschied zwischen PflegerInnen und ÄrztInnen im Iran auf. Langes und stressiges Arbeiten beeinträchtigt das Herz und Kreislaufsystem und kann zu Herzinfarkt und Gehirnschlag führen.

Die iranischen PflegerInnen klagen seit Jahren gegen ungerechte Arbeitsbedingungen, während der Gesundheitsminister stets antwortet, dass es gerecht sei, wenn Ärzte mehr verdienen. Im Iran lebt mindestens jeder achte Mensch unter der Armutsgrenze.

 

14.3.17 12:57, kommentieren