Bankdirektor von der Bevölkerung gefesselt

Rasht, 26.06.2017(peykiran.com)—Der Parlamentsabgeordnete aus der Stadt Rasht Ali DJAFARZADEH-IMANABADI nennt die iranische Nationalbank Schuld an der Verschwindung der Ersparnisse der IranerInnen. Er meinte, dass wenn man sogar ein Laden eröffnen will, muss man von verschiedenen Instanzen diverse Genehmigungen einholen, nach verschiedenen Examen und Überprüfungen könnte man erst dann eine Genehmigung bekommen. Der Staat sei schuld an der Überzahl der vielen dubiosen Geldinstituten, die im Schneeballeffekt Gelder veruntreut haben. In den letzten Jahren ist auch das restliche Vertrauen in diesem Land verloren gegangen. Sogar sämtliche einfache Angestellte der Geldinstitute kämpfen mit ihren Gewissen, erkranken, leiden mit ihren Bankkunden, bekommen Herzanfälle und schämen sich vor der Bevölkerung. In einer Stadt haben die Gläubiger einen Bankdirektor, der früher vertrauenswürdig war, an einen Baum gefesselt.

Proteste der Sparer

Lorestan, 23.05.2017(lorestan-news)—Nach der Insolvenz zahlreicher halbstaatlicher Geldinstitutionen in allen Provinzen der Islamischen Republik Iran sind nun die Bankkunden in der Provinz Lorestan an der Reihe. Die Sparer des Geldinstitutes Arman warteten vor dem Gebäude des Geldinstitutes bis spät in die Nacht hinein und verlangten die Auszahlung ihrer Gelder.

24.7.17 15:15, kommentieren

Auflage der Bücher in der Islamischen Republik Iran durchschnittlich 520

Terehran, 29.06.2017(IranEmrouz.net)— Die Verlegerin Shahla LAHIDJI bedauert, dass die Auflage der Bücher in der Islamischen Republik Iran durchschnittlich 520 beträgt und viele Verlage von Insolvenz bedroht sind. Sie sagte weiter, die geringe Verkaufszahl der iranischen Bücher ist beschämend. Zahlreiche wertlose Bücher werden recycelt, die Bücherlager sind voll davon. Schuld daran ist die strenge Zensur in der Islamischen Republik. Man könnte nie mit Verbot die geistlichen Strömungen verhindern. Sie sagte, dass die Nachfrage für gute Bücher sehr groß ist. Erinnert man sich an die zwei demokratischen Jahre nach dem Regimewechsel 1979, kann man die hohen Auflagezahlen von damals mit den Heutigen überhaupt nicht vergleichen. LAHIDJI weiter, „Ich fühle mich als Verlegerin verantwortlich, gute Autoren zu fördern, statt an Geld zu denken. Aber das Ministerium sitzt auf zahlreichen guten Werken, die keine Genehmigung erhalten. Lesen verdirbt nicht die Menschen, sondern das Gegenteil!“

Auf die Frage, warum ihre Bücher keine Genehmigung erhalten, antwortet LAHIDJI, wegen Frauenthemen und Feminismus-Phobie, wenn in einem Schreiben Frauenrechte erwähnt werden, befürchten die herrschenden Mullahs eine Zerstörung der Familienstrukturen.

8.7.17 09:50, kommentieren